Die Royal Academy of Dance®

Das Hauptziel der Royal Academy of Dance® ist die Erhaltung und Förderung des Niveaus des Tanzunterrichts. Dieses Ziel erscheint um so wichtiger, als unsere Gesellschaft immer stärker die Bedeutung des Tanzes für das kulturelle Leben und die künstlerische Erziehung erkennt. 

 

Zur Geschichte

Die Wurzeln der Royal Academy of Dance® gehen auf das Jahr 1920 zurück, als die "Association of Operatic Dancing" von fünf Persönlichkeiten gegründet wurde, die jeweils eine unterschiedliche Schule des klassischen Tanzes repräsentierten:

Adeline Genée, Dänische Schule
Tamara Karsawina, Russische Schule
Lucia Cormani, Italienische Schule
Edouard Espinosa, Französische Schule
Phyllis Bedells, Englische Schule. 

Diese Gründung war ein historisches Ereignis für den künstlerischen Tanz in Großbritannien, hatten sich hier doch zum ersten Mal Lehrer des Bühnentanzes zusammengeschlossen und den Versuch unternommen, das allgemeine Niveau ihres Berufes zu heben. Heute schickt die Academy ihre Prüfer in über 65 Länder; in Deutschland und Österreich ist die Academy seit mehr als 20 Jahren aktiv.  

 

Ziele

Die Academy ist kein Ausbildungsinstitut, vielmehr handelt es sich um eine internationale Organisation, deren Hauptziel es ist, durch Kurse für Tanzpädagogik den Ballettpädagogen ein Angebot zur Festigung und ständigen Vertiefung ihrer erzieherischen Qualifikation zu unterbreiten. Die sorgfältig ausgearbeiteten Lehrpläne der Academy mit ihren aufeinander aufbauenden Unterrichtsstufen bieten gleichzeitig einen verlässlichen Rahmen für die Strukturierung des täglichen Unterrichts. 

Für die Eltern ist es wichtig, ihre Kinder einem guten, also einem förderndem aber nicht überforderndem Training anzuvertrauen. Denn das Registrierungsprogramm der Academy gewährleistet, dass nur registrierte Lehrer ihre Schüler zu Prüfungen anmelden dürfen; und der Status der Registrierung wird regelmäßig überprüft um sicherzustellen, dass der Tanzpädagogische Standard eines jeden Academy - Mitgliedes erhalten bleibt.

 

Der Lehrplan

Selbstverständlich ist der Lehrplan der Academy, der zwar für den Amateur geschaffen wurde, um die Liebe zum Tanz zu wecken, auch eine ideale Vorbereitung für höhere, professionelle Ansprüche.

Der Grades - Lehrplan ist nach den Bedürfnissen junger Schülen ab dem vierten Lebensjahr entworfen, die den Ballettunterricht einmal oder - im Idealfall - zweimal wöchentlich besuchen: mit den Vorstufen Pre-School Demonstration Class und Pre - Primary, auf die neun weitere Stufen von Primary über Grade 1 bis Grade 8 folgen. Der Unterricht nach diesem Lehrplan arbeitet Schrittweise auf das Gesamtspektrum der Qualitäten hin, die ein Schüler im Ballettunterricht erreichen kann: 

Bewusstsein für den eigenen Körper und seine Bewegungsmöglichkeiten, Ausdruckskraft  und Sensibilität - all das im Rahmen der physischen, emotionalen und künstlerischen Möglichkeiten eines heranwachsenden Kindes. 

Vor allem aber ist der Grades - Lehrplan so gestaltet worden, dass der Ballettunterricht Freude bereitet und den Schülern das gute Gefühl gibt, sich kontinuierlich von einem Grad der Ausbildung zum anderen zu steigern. Die natürliche Freude am Tanzen wird verbunden mit Selbstdisziplin, die man durch den Unterricht in klassischem Ballett gewinnt. Jährliche Prüfungen sind dabei zwar keine Pflicht, doch sie sind ein wertvoller Maßstab, an dem Eltern, Lehrer und Schüler den Fortschritt und das Niveau der Ausbildung ablesen können. 

Kaum eine Freizeitbeschäftigung hat so viele positive "Nachwirkungen" für das ganze Leben, wie sie qualifizierter Ballettunterricht haben kann - nämlich eine Schulung von Körper und Geist. Sie sind das vornehmliche Ziel des Grades - Lehrplans.   

Für Schüler ab dem 11. Lebensjahr, die Bühnentänzer oder Tanzpädagoge werden wollen, ist der Vocational - Lehrplan gedacht, der ein hohes Niveau voraussetzt. Dieser für Mädchen und Jungen unterschiedliche Lehrplan umfasst fünf Stufen: Intermediate Foundation, Intermediate, Advanced Foundation, Advanced 1 und Advanced 2; darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Solo-Abschlußprüfung.